Mittwoch, den 02. Dezember 2020

Heidelberger Geographische Gesellschaft e.V.

Dienstag, 10. November 2020, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Jürgen Kropp (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung)

Klimakommunikation in Zeiten von Facebook, Instagram, Telegram und Co.

Es scheint, dass die gesellschaftliche Leitidee eines rationalen Diskurses zur Konsensbildung in Auflösung begriffen ist. Fake News, die Negation wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie die Etablierung von fragmentierten Öffentlichkeiten in unzähligen sogenannten sozialen Netzwerken, sind auf dem Vormarsch und gefährden den Zusammenhalt, aber vor allem auch die Fortschrittsfähigkeit, einer Gesellschaft. Von dieser Entwicklung ist auch die Wissenschaft betroffen; die Entwicklungen während der Corona Krise oder auch der Diskurs über die Klimaproblematik sind Blaupausen hierfür. Die Frage also, warum es so schwierig ist Menschen von sachlichen Zusammenhängen zu überzeugen und dann richtige Schlüsse zu ziehen und zu Handeln bleibt also aktuell und wird heute zusätzlich durch sogenannte Echokammern überlagert. Während die Frage einer effizienten Wissenschaftskommunikation schon seit vielen Jahren Gegenstand der Diskussion ist, überlagert die Selbstreferentialität der Echokammern zunehmend diesen Diskurs. Anhand der Klimaproblematik wird erläutert, welche Charakteristik sogenannte Fake News aufweisen und wie eine Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Inhalte trotz eines veränderten Kommunikationsumfelds gelingen kann.


S. Schmidt
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