Sonntag, den 19. Mai 2024

Heidelberger Geographische Gesellschaft e.V.

Dienstag, 07. Mai 2024, 19:15 Uhr
Dr. Hanna Hadler (Universität Mainz)

Wer nicht will deichen, der muss weichen - Nordfrieslands Küste zwischen Aufstieg und Untergang

Durch Deichbau, Entwässerung und Torfabbau entstand im gesamten südlichen Nordseeraum seit dem Mittelalter eine intensiv genutzte Kulturlandschaft. Der menschliche Einfluss schuf jedoch auch eine höchst vulnerable Küstenregion, die durch extreme Sturmflutereignisse wie die 1. Grote Mandränke 1362 in großen Teilen unterging, unwiederbringlich zerstört und zu Wattflächen wurde. Vor allem die schleswig-holsteinische Nordseeküste ist Sinnbild der verheerenden Auswirkungen des Wechselspiels von menschlichen Eingriffen und Sturmfluten. In den Wattflächen Nordfrieslands - Teil des UNESCO-Weltnaturerbe „Wattenmeer“ – sind bis heute Relikte der einstigen mittelalterlichen Kulturlandschaft und des sagenumwobenen Handelsortes Rungholt erhalten. Sie ermöglichen einzigartige geoarchäologische Einblicke in das jahrhundertealte Zusammenspiel von Landgewinnung und -verlust.

Nordfrieslands Küste zwischen Aufstieg und Untergang
©  H. Hadler
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